
Chi li ha visti?
Tra il 2001 e il 2002, a Bolzano/Bozen, un nutrito gruppo di giovani dei tre gruppi linguistici si mobilita deciso in favore del plurilinguismo. E’ la brevissima seppur gloriosa e intensa parentesi de “Il Ponte-Die Brücke”, giornale bilingue curato da studenti superiori (tra i quali alcuni esponenti delle Consulte studentesche provinciali) e universitari. Nessuno sa che fine abbia fatto questo nucleo di intraprendenti e soprattutto l’entusiasmo che li muoveva. Lancio un appello ai lettori: vi prego, aiutatemi a scovare almeno un paio di loro!
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(1) Da “ff – Südtiroler Wochenmagazin” – pagg. 22/23 – 30.05.2002:
Die befreite Generation
Die Brücke-Il Ponte: Wer sind die jungen Provokateure für eine mehrsprachige Schule? Einblick in jene Realität, vor der sich die Volkspartei so fürchtet
Jutta Kußtatscher
Sie sind nicht solche, vor denen ihre Eltern sie immer schon gewarnt haben. Das zeigt allein schon die Reaktion auf den Boykottaufruf des Präsidenten der Sechserkommission Guido Rispoli, die Klassen für eine zweisprachige Schule zu verlassen: “Wir sind offen für alle Vorschläge, aber wir wollen im Dialog bleiben”, meinen die kühl reflektierenden Mädels und Jungs. Distanziert, dennoch wohlwollend. “Es ist eine Provokation, die wie wir auch nach Möglichkeiten sucht.” Erwachsen klingen sie. Sie, das sind die 40 jungen Südtiroler, die sich unter dem geschichtsträchtigen Namen Die Brücke-Il Ponte zu einem Verein zusammengeschlossen haben. “Die Brücke” war die erste Zeitung der frühen Langer-Bewegung, und auch der neue Verein hatte letztlich die Hauptaufgabe, Herausgeber einer Schülerzeitung zu sein. Jetzt bestimmen sie mit ihren Forderungen für eine zweisprachige Schule anhaltend die politische Diskussion – kaum ein Jahr, nachdem sie sich zum ersten Mal getroffen haben. SVP-Obmann Siegfried Brugger hat sie empfangen, Regionalratsvizepräsident Franz Pahl zum Gespräch demnächst eingeladen. Der Landeshauptmann hat auf sie reagiert, und in einem Brief haben sie sich an alle rundum in der Politik gewandt. An so viel Aufmerksamkeit hatten sie selbst nicht geglaubt. Einige italienische und deutsche Schülerinnen und Schüler hatten durch Schulaustausche gerade ein bisschen die andere Sprachgruppe erlebt und sich am Ende die Frage gestellt: “Warum sollen wir nicht über die Schule hinaus Kontakt haben?” Für einige war schon so was wie ein “disagio” da, für andere war es mehr die Lust, sich gegenseitig kennen zu lernen, und alle merkten recht schnell, wie fremd man sich war. Niemanden wundert ´s: “Die Schulen sind getrennt, die Freizeitvereine ebenso”, so Mauro Mazzio. “Viele von uns”, sagt Antonio Merlino, “wussten nicht einmal, dass sich gegenüber der Schule das deutschsprachige Pendant befindet.” Hundert Meter vom italienischen liegt in Bozen das deutschsprachige humanistische Lyzeum.
Fünf für die Lehrer. Über eine Zeitung den Austausch pflegen zu können, war eine schnell verwirklichte Idee. Eine erste Ausgabe wurde “improvisiert”, und der Name war ebenso klar: Es sollte darum gehen, eine Brücke hinüber zum humanistischen Lyzeum der anderen zu schlagen. Dass genauso auch die Zeitung der alternativen Vorläuferbewegung geheißen hatte, war niemandem in der Runde bewusst. In keinem Geschichtsunterricht hatten sie davon gehört – wohl eine glatte Fünf für die Lehrerschaft. Aber auch beschämend für die Altvorderen in der Politik: Die jungen Leute von der neuen Brücke stehen nicht in einer alternativ-grünen Tradition, sondern vor einem seit damals unveränderten Alltag. “Da wird hier andauernd von Europa geredet und wir hier gehen getrennt zur Schule.” Es geht ihnen nicht darum, alte Fronten abzubauen – diese Fronten sind in diesen jungen Köpfen gar nicht da, sondern liegen als politische Konstrukte auf ihren Schulwegen, und sie stolpern drüber. Denn politisch, ja, das war ihnen vom ersten Tag an klar, dass der Grund ihrer Begegnung politischen Inhalts war. Aber politisch vereinnahmt werden “wollen wir von keiner einzigen Partei”, sagen die Jugendlichen und notieren entsprechende Versuche: “In Zeitungsartikeln, aber auch durch die Präsenz bei unseren Veranstaltungen.” Als sie ihre Diskussionsveranstaltung über “Die Zukunft der Schule in Südtirol” vorigen Freitag ein zweites Mal abhielten, kamen nicht nur die Grünen wieder. Es schauten auch wieder Vertreter von AN vorbei. Die Brückler beobachten mit noch unschuldigem Blick: “Sicher haben wir viel zu lernen bei so viel Aufmerksamkeit.” So ist ihnen nicht bewusst, dass sie den Grünen die Show in deren ureigenstem Thema gestohlen haben. Und sie nehmen auch das Werben der Grünen (vorerst) nicht zur Kenntnis. Bei der Grünen-Landesversammlung waren einige der Brückenkinder da, Grünen-Sprecher Leander Moroder präsentierte sie anschließend medial als ihre Hoffnungsträger. Nun, das hatte die Brücke-il Ponte nicht vernommen. Doch sie sehen – schlagfertig – keine Vergleichbarkeit: Damals seien einige von ihnen zwar da gewesen, aber das Thema war ein anderes – die Globalisierung. Und sie bleiben dabei: keine politische Vereinnahmung. “Schon deshalb”, sagt Anna Cizzale, “weil das Spektrum unter uns viel zu weit reichend ist.” Parteipolitische Zuordnung könne Die Brücke-Il Ponte daher nicht brauchen und außerdem: “Das Thema zweisprachige Schule ist ein politischer Wert, der für sich allein steht”, stellt Chiara De Cesare klar. Politische Selbstdefinition. “Uns nervt auch”, so Lenz Koppelstätter, “wenn es heißt: Hier kämen nur einige Italiener zusammen.” Erstens war die Gründungsgruppe sprachlich paritätisch, und auch wenn jetzt eine leichte Mehrheit an jungen Italienern zählbar sei, dann ist das für sie, die noch an “Bewegung” glauben, nur die Momentaufnahme. Schließlich, Koppelstätter wendet sich der Gruppe zu: “Was ihr alle noch gar nicht wisst: Nächstes Mal kommen einige Ladiner.” Nach der ersten Ausgabe der Zeitung im Juni 2001 kamen im Herbst einige vom Skolast und von der Südtiroler Hochschülerschaft dazu und weitere Schülerinnen und Schüler: “Ich habe von der Gruppe gehört”, nutzte Giulia Chiarel die Chance auf den “sonst schwer möglichen Kontakt mit der anderen Sprachgruppe”. Nun treffen sich die Mitglieder samstags zum Gespräch. Feten, Tagungen, Gespräche – im April ist Nummer 4 ihrer Zeitung erschienen. Wer die Jugend als unpolitisch verharmlost, wird von ihrem Engagement Lügen gestraft, und wer glaubt, es handele sich um kleine Klugscheißer, wird eines Besseren belehrt. “Wir sind keine Schulwissenschaftler, keine Linguisten und keine Juristen”, grenzt Koppelstätter klar ab. Sie machen nur von ihrem Recht Gebrauch, eine Meinung zu haben, “und die bilden wir uns durch Lesen lokaler und internationaler Zeitungen”. Bedürfnisorientiert, pragmatisch geht es den Jugendlichen um ein Mehr an Zweitsprache in der Schule und in der Freizeitgestaltung.
Näher kommen. “Jedes Modell ist uns recht”, zeigen sie sich ideologisch neutral. Nur ein Anspruch steht im Vordergrund: “Wir wollen jeweils die andere Hochsprache, vor allem aber den Dialekt lernen” – denn gefordert, oder vielmehr gewünscht wird die kulturelle Annäherung im Land. Zustimmung zu den Vorschlägen des Landeshauptmannes, den Zweitsprachunterricht in den Schulen zu verbessern. Und Merlino, der mit bei Brugger war, sagt zum Standpunkt des SVP- Obmanns: “Wir haben dieselbe Analyse wie er, aber einen anderen Lösungsweg.” Kritisch betrachtet wird der Standpunkt des Landeshauptmanns, wonach die Schule zu wichtig sei, um damit zu experimentieren. “Gerade weil sie so wichtig ist”, so Merlino, inzwischen schon auf der Uni, “muss experimentiert werden.” Aber: “Uns jetzt ein paar Knochen vorwerfen, damit wir still sind, ist uns zu wenig”, sagt Veronika Lochmann. Im Gegenteil. “Wir sind kein Feuerwerk”, sagen sie und meinen, dass die Bewegung nicht so schnell wieder verglüht. “Wir halten Kontakt zu den Jüngeren, um auch die nächste Generation hereinzuholen.” Keine Droher – und auch keine verbissenen Jungintellektuellen. Denn, wenn man sie nach dem nächsten angestrebten Ziel fragt, kommt die verschmitzte Antwort: “Dass die Ferien beginnen.”
(2) Da “ff – Südtiroler Wochenmagazin” – Leitartikel – 06.05.2002:
Der alte Brugger
Die Diskussion um die mehrsprachige Schule lässt die SVP so alt aussehen, wie sie ist.
Warum bloß ist so jemand wie Siegfried Brugger schon politisch vergreist?
Georg Mair
In den letzten Wochen hat sich Siegfried Brugger, Obmann der Südtiroler Volkspartei, bemüht, die “Dolomiten” nachzuäffen. Einmal, als er flink forderte, auf Schloss Sigmundskron ein Parteimuseum zu errichten, einmal, als er eine mehrsprachige Schule ins Reich des Unmöglichen verwies. Siegfried Brugger, der sich immer an der Macht orientiert, der nichts tut, ohne den Erfolg zu kalkulieren, vertritt Dinge, in denen die “Dolomiten” und die “christlichen Brüder” eine eindeutige Linie vertreten. Das Abendland geht jeweils unter: Wenn Reinhold Messner auf Schloss Sigmundskron sein Museum errichten darf und Schülerinnen und Schüler im dreisprachigen Südtirol gemeinsam zur Schule gehen. Das ist eine Linie gegen jede Vernunft, dem Wahlkampf geschuldet, der schon vorzeitig begonnen hat. Siegfried Brugger, Anwalt und Politiker von Beruf, im vergangenen Jahr wieder in die römische Abgeordnetenkammer entsandt, schadet damit der Gesellschaft, er steht einer vernünftigen Entwicklung im Weg. Und er schadet den Kindern, die in der Schule nur mehr unzureichend die zweite Sprache erlernen. Die Südtiroler Volkspartei, so ist zu fürchten, verbaut damit einer ganzen Generation die Zukunft. In zehn Jahren wird man diese Politik auch am wirtschaftlichen Ergebnis unserer Gesellschaft messen können.
Politische Spiele. In Wahrheit, so ist leider anzunehmen, opfern Teile der Südtiroler Volkspartei die Zukunft dem kurzfristigen politischen Kalkül. Denn so dumm können nicht alle ihre politischen Exponenten sein, um nicht zu sehen, dass sich die Südtiroler Gesellschaft zu einer einsprachigen Gesellschaft entwickelt. Diese Meinung vertreten der Schulamtsleiter, die Schullandesrätinnen, viele Direktoren und Lehrer. Und die Schüler selbst, die auf die Frage nach ihren Kenntnissen in Italienisch und Deutsch mit einem unzureichenden Gemurmel antworten. Gegen eine Politik, die die Errichtung einer mehrsprachigen Schule verbietet, können sich nur die Bürgerinnen und Bürger wehren. Durch Stimmentzug. Francesco Palermo, Jurist und Mitarbeiter der Europäischen Akademie in Bozen, legte die Konsequenzen am vergangenen Wochenende auf einer Tagung dar, die vom Verein “Die Brücke/Il Ponte” organisiert wurde. Sprachkenntnisse, so Palermo, würden in Zukunft das Privileg einer gebildeten Oberschicht werden, die damit eine einsprachige Gesellschaft beherrschen könne. Das Fernsehen des Senders Bozen berichtete 45 Sekunden lang über die Tagung, ein Drittel davon gehörte dem Kommentar von Siegfried Brugger, ein Drittel dem Statement von Francesco Palermo. Sonst verlor man kaum ein Wort über die Inhalte der Zusammenkunft – und schon gar kein Bild. Was daraus deutlich wird, ist der Kurzschluss zwischen dem Sender Bozen, der Mehrheitspartei und den “Dolomiten”.
Retrovisionen. “Die Brücke/Il Ponte” ist Ausdruck einer neuen Südtiroler Realität, in der Menschen – Oberschüler und Universitätsstudenten – verschiedener Sprachen gelassen für eine Sache streiten. Ohne dabei auf eine Partei zu bauen. Das macht Hoffnung, doch leider ist zu befürchten, dass Palermos Vision nicht auf die Zukunft, sondern auf die Gegenwart gerichtet ist. Die Haltung Bruggers ist Ausdruck der neuen Retro-Linie, der Retro-Visionen, der Südtiroler Volkspartei, die sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf die “Sprachheimat Südtirol” als Slogan versteift hat. Die Südtiroler, so heißt es, müssten wieder Deutsch lernen, während ein modernes Bundesland wie Baden-Württemberg, in dem die Christdemokratische Union regiert, mit dem selbstbewussten Slogan wirbt: “Wir können alles. Außer Hochdeutsch”. Südtirol hält eine mehrsprachige Schule aus: neben der einsprachigen. Das Land verträgt die freie Entscheidung der Bürger. Die Eltern, und in einem zweiten Moment die Schüler, sollen über die Art Schule entscheiden dürfen. Im Sinne einer Liberalität, die nicht nur für die Wirtschaft gilt, im Sinne einer Gesellschaft, die sich verjüngt und nicht wie Siegfried Brugger frühzeitig vergreist.
(3) Da “Il Mattino di Bolzano e provincia” – pag.14 – 06.05.2001:
«Il Ponte – die Brücke» in una società divisa
Nasce una nuova rivista studentesca interetnica e trilingue che ricorda l´omologo progetto editoriale di Langer Alcuni giovani bolzanini hanno pensato di uscire dalla logica della separazione etnica e hanno fondato un giornale per esprimere la voce dell´intercultura. «Anche nelle nostre scuole si sente forte il razzismo ed è rivolto verso il compagno del gruppo tedesco»
Francesco Comina
È davvero curioso. Dopo quarant´anni dalla nascita dell´iniziativa editoriale «Il Ponte-die Brücke», promossa dal giovane Langer per realizzare una rivista mensile che fosse espressione comune dei due gruppi linguistici, un grappolo di studenti altoatesini si avvia a completare il primo numero di una nuova iniziativa editoriale che, casualmente, ripropone la stessa testata inventata da Langer. Il ponte – die Brücke, come simbolo dell´unione, del raccordo, del collegamento fra le culture, le aspirazioni, le attese, le speranze e i contrasti che emergono da punti di osservazione diversi, non omogenei, ma espressivi di un pluralismo che è diventato la norma della nostra società. Ma quando gli studenti hanno deciso di iniziare questa avventura il rimando langeriano non c´era: «É stata una vera e propria casualità – spiega Andrea Ragona oggi studente al primo anno nella facoltà di Lettera a Padova – e solo in seguito abbiamo scoperto che una tale esperienza era già stata pensata e realizzata nella nostra città». «Ma questa casualità – prosegue Antonio Merlino che ha già varie esperienze di giornalismo alle spalle – è per noi un motivo di grande onore perché consideriamo Langer come uno dei grandi riferimenti della nostra terra».
Ma se si ripercorre il cammino dell´idea dalle sue origini si vede che quell´immagine del «ponte» era già in qualche modo iscritta nella naturalità delle cose. «Quello che volevamo fare – spiega Mauro Mazzio, al secondo anno di giurisprudenza – era di mettere assieme i due giornali scolastici del classico in lingua italiana «Carducci» e quello tedesco «Walther von der Vogelweide», fondere in qualche modo le redazioni degli organi di informazione interni, Vox Populi e Doppelpunkt». Un´idea che balenava da tempo tanto che alcuni anni fa gli studenti hanno tentato addirittura di fondere i giornalini di quattro istituti superiori. Fin tanto che la voce dei giovani rimane interna ad una scuola -si sono chiesti i redattori del Ponte-die Brücke – e non trovano strade per aprire un dibattito ampio, forte, aperto, quali possibilità ci sono di esprimere le proprie opinioni sui grandi temi della società civile, della politica, della cultura, della scuola?
E così, due mesi fa, l´idea prende corpo e in poco tempo una ventina di studenti rispondono alla decisione di realizzare questa nuova rivista per dare un segnale forte alla società, alle istituzioni, alla politica di questa nostra terra: l´incontro. «Oggi – afferma con decisione Noemi Castellan – liceale al terzo anno – i mondi culturali e linguistici in Alto Adige sono separati. Fra studenti non ci si incontra, il sistema scolastico è chiuso in se stesso ed è difficile passare attraverso le maglie costruite apposta per chiudere il passo». Noemi spiega che addirittura i momenti di pausa sono sfasati e questo per impedire l´incontro fra gli studenti. E perfino i locali pubblici sono mondi separati: i pub tedeschi e quelli italiani, i ristoranti più tedeschi e quelli più italiani, le discoteche… Un problema che sarà documentato con un servizio nel primo numero della rivista.
Ma c´è un motivo più profondo, più radicale, più congenito a questa distanza fra i gruppi: la lingua. Per Noemi gli italiani non conoscono così bene la lingua in uso fra gli amici tedeschi: «Impariamo, come è giusto che sia l’Hochdeutsch – aggiunge Mazzio – ma qui si comunica in dialetto e forse sarebbe opportuno che da entrambe le parti ci sia uno sforzo per venirsi incontro e fare in modo che ognuno cerchi di esprimersi nell´altra lingua senza essere sempre analizzato nel suo handicap linguistico».
Il Ponte vorrebbe avvicinare le parti con la pubblicazioni di articoli in italiano, tedesco e inglese, «perché non c´è solo l´Alto Adige in questo mondo – sostengono all´unanimità -, c´è anche l´Europa, la diversità e la lingua inglese è diventata un po´ come una lingua di comunicazione a 360°».
I temi trattati saranno molto vari e anche la politica sarà presa in considerazione. Non l´ideologia con il suo linguaggio partitico: «Non ci interessa questa politica – ammette Daniel Turrina – studente al primo anno di giurisprudenza – e non vogliamo essere schedati per le nostre convinzioni, ma parlare dei valori che interessano tutti e che nella politica corrente sono tenuti fuori dalla porta». Disaffezione? «No – commenta ancora Noemi – è che i politici sono solo la facciata della politica, la quale scorre con altri valori e altri ritmi». E i giovani spesso sono esclusi, lasciati ai margini della partecipazione. Questo senso di emarginazione assume, poi, i tratti della ribellione, che in alcuni casi prende le forme della deriva razzista e xenofoba: «Il fenomeno del razzismo – afferma Andrea Ragona – studente di Lettere a Padova – è molto più diffuso di quanto ne parlino i giornali». Noemi concorda pienamente. «Anche nelle nostre scuole – prosegue – è molto sentito. Non è solo il fenomeno più provocatorio che ci preoccupa, come nel caso degli skin, ma il razzismo ordinario, soprattutto nei confronti del gruppo tedesco. «Proprio così – interviene Barbara Abrate – studentessa di Lettere – è più facile accettare l´immigrato che viene da lontano che il compagno che vive di fronte a noi ed è dell´altro gruppo linguistico».
(4) Dal quotidiano “Alto Adige” – 18.05.2002
«Vogliamo portare la Svp dalla nostra»
Gli studenti del Ponte rilanciano: cerchiamo il dialogo, non lo scontro
«Siamo aperti al dialogo, non certo allo scontro. L’obiettivo è quello di portare la Svp nella Brucke». Così, parafrasando l’invito di don Paolo Renner, gli studenti del giornale bilingue “II Ponte – Die Brucke” sono tornati ufficialmente sulla questione della scuola bilingue. L’hanno fatto in una occasione particolare, e cioè quella della presentazione del nuovo convegno intitolato “II futuro della scuola in Alto Adige” e che si svolgerà venerdì alle ore 20.30 nella sala don Bosco dell’istituto Rainerum. «Per la scuola esiste una terza via», hanno chiarito, «quella che noi chiamiamo modello Langer».
Tra i relatori saranno presenti il linguista Franz Lanthaler, il giurista Francesco Palermo, lo storico Andrea Felis e un esponente della Svp invitato dagli studenti: «Il convegno sarà aperto a tutta la cittadinanza – ha spiegato David Unterholzner, redattore de “Il Ponte” – questo perché il tema della scuola bilingue riguarda da vicino la società altoatesina nel suo insieme, e non solo il mondo della scuola e gli studenti. E’ un’occasione di confronto tra posizioni anche diverse. Non siamo per lo scontro, ma per il dialogo». La scuola che gli studenti hanno in mente si basa su alcune premesse essenziali: «Innanzittutto – continua David – non intendiamo un modello di scuola bilingue sostitutivo a quelli già esistenti, ma aggiuntivo. In quest’ottica il sistema scolastico così come è non verrà certo abolito, ma integrato da una “terza via”: un’ipotesi che ci piace chiamare “modello Langer” e questo mantenendo invariato l’articolo 19 dello statuto di autonomia. Un’innovazione di questo tipo consentirebbe di scegliere la scuola bilingue oppure di continuare a frequentare le scuole monolingui. Di sicuro ci aprirebbe nuovi orizzonti: in Alto Adige abbiamo l’opportunità di vivere una realtà bilingue, e questo potenziale viene sprecato, gettato via proprio mentre ci si apre verso l’Europa e l’apprendimento linguistico inteso come valore portante. E questo non lo diciamo solo noi, in base alla nostra esperienza di studenti, ma anche autorevoli voci in campo linguistico. Non a caso molti intellettuali vedono di buon occhio una scuola così impostata». I redattori de “Il Ponte” si sono espressi anche sule proposte giunte dalla realtà istituzionale: «Apprezziamo queste proposte: sono un tentativo di compiere dei passi in avanti verso una convivenza reale. Ma l’obiettivo dovrebbe essere un modello di scuola bilingue: l’unico vero modo per abbattere i muri e rendere effettivo il modo di convivere “condividendo” qualcosa». «Si avverte uno scarto – ha sottolineato Giulia Chiarel – tra la politica e le istanze sociali. Uno scarto che crediamo di poter colmare attraverso il dialogo e il confronto, non certo con l’intransigenza: per questo abbiamo invitato al dibattito gli esponenti della Volkspartei».
(5) Da “Omnibus” – n.174 – 24.05.2002:
Il nostro futuro plurilingue e multiculturale
Il Ponte spiega perché è indispensabile impegnarsi per una scuola plurilingue
Crediamo che con il nostro convegno siamo riusciti ad inserire nell’agenda del movimento una tematica che ci riguarda tutti da vicino: la convivenza tra i giovani dei gruppi linguistici italiano e tedesco. Una convivenza reale: non nebeneinander ma miteinander. Un passo importante è stato compiuto, ma lo consideriamo solo un punto di partenza. L’obiettivo è di far recepire queste istanze della società civile al mondo della politica che fino ad oggi è rimasta molto indietro.
Aggiornare il modello di convivenza. “Il futuro della scuola in Alto Adige” è sotto i riflettori: si sono alternati sul palco don Renner, Baur, Palermo, Felis, i rappresentanti della consulta italiana e tedesca e gli studenti della Libera Università di Bolzano. E’ emersa la sentita necessità di aggiornare un modello di convivenza che rivela ampie lacune. Esistono ancora troppe barriere che impediscono ai giovani dei diversi gruppi linguistici di confrontarsi, di conoscersi e collaborare al progresso linguistico, culturale e sociale della nostra realtà. Da un contatto più reale a partire dalla scuola deriverebbe un più facile approccio non solo con la seconda lingua ma con le lingue straniere in generale. Sarebbe un reciproco arricchimento in un contesto di apertura alla diversità.
Modello di convivenza sviluppato in tre fasi. “Ogni sistema vale per un periodo determinato ma non per sempre” è l’avvertimento da cui non si può prescindere, considerate le diverse fasi in cui si articola il progresso di un modello di convivenza: 1 contenimento delle lotte; 2 tutela delle minoranze impedendone l’assimilazione; 3 favorire l’integrazione fra i gruppi. La condizione attualmente è migliorata rispetto a quando lo Statuto è stato elaborato, ma le minoranze sono ancora relegate politicamente al ruolo di minoranze. Se per le prime due fasi il sistema era attuabile, per la terza, ossia una reale integrazione, è necessario un cambiamento. E’ opportuno fornire alternative ad un sistema scolastico che risulta fra l’altro estremamente innaturale per i numerosi giovani che vivono situazioni di bilinguismo nel loro contesto familiare.
L’articolo 19 non è un ostacolo. Una lettura in chiave interpretativa dell’articolo 19 porta a concludere che riforme volte all’integrazione fra i gruppi non intaccherebbero diritti acquisiti e consolidati, ma ne aggiungerebbero degli altri: un modello di scuole bilingue facoltative non metterebbe in discussione quello già esistente. Aggiungerebbe solo una possibilità di scelta in più. Sul versante giuridico appare infondato il limite posto come un dogma invalicabile: l’articolo 19 non pone un divieto in relazione a ipotesi di scuola bilingue, ma difende diritti senza impedire di attribuirne di nuovi. I vertici delle consulte studentesche hanno evidenziato la necessità di sfruttare possibilità che l’Alto Adige offre e che spesso vengono ignorate da una certa politica. L’esigenza di un modello di scuola alternativo in aggiunta a quello già esistente è sentita. Come è sentita la necessità di vivere il bilinguismo non alla luce dell’infondata paura dell’assimilazione, ma come valorizzazione delle diverse culture.
Il problema non è didattico, ma politico. Scuola bilingue: è palese come il problema non sia didattico, ma politico. Il monolinguismo è curabile. Ma l’obiettivo di una innovazione del sistema scolastico è prima di tutto la formazione di una società bilingue ed aperta verso un futuro di dialogo tra lingue e culture. Questo è il presupposto per concretare una società plurilingue e quindi pluriculturale. Disprezzare la possibilità di imparare due o tre lingue in un contesto di pluralità linguistica è un atteggiamento suicida. Il mezzo per raggiungere l’obiettivo integrazione passa senza dubbio attraverso il filtro di una politica di formazione linguistica. E’ inattuale proseguire su questa strada. E’ nostro compito lavorare per arrivarvi.
(6) Dal quotidiano “Alto Adige” – 27.05.2002:
IL DIALOGO TRA I BANCHI
«Caro Brugger non sei capace di ascoltare»
Gli studenti rispondono alle accuse e rilanciano: vogliamo la scuola bilingue
Luca Fregona
«Brugger dice che siamo pochi e non contiamo? Beh, dimostra scarso spirito democratico e scarsa capacità di ascoltare. Come si fa a dire che le idee degli altri non valgono nulla…». Parte così, con una riposta secca alle dichiarazioni dell’Obmann della Svp, il convegno sulla scuola bilingue organizzato dagli studenti della rivista «Il Ponte». Mauro Mazzio, 21 anni, scalda la platea: «Noi siamo convinti che sia invece molto diffusa la voglia di cambiare una situazione diventata insostenibile».
«Cavolo, se ci attacca così, vuol dire che abbiamo colpito nel segno…». L’intervista di Brugger all’Alto Adige passa di mano in mano tra gli studenti (un centinaio) riuniti nell’aula magna delle Iti. L’orgoglio di essere finiti in prima pagina, di aver comunque smosso qualcosa è superiore alla rabbia per le parole dure dell’Obmann della Svp. Certo, l’accusa di essere poco rappresentativi e isolati brucia, ma passa anche in fretta e, soprattutto, non intimorisce.
Dopo la precisazione di Mazzio, si va subito al sodo: la scuola del futuro, dicono, deve essere bilingue perché il modello separato non funziona. Parlano i redattori del Ponte e i rappresentanti delle consulte studentesche italiana e tedesca. Senza traduzione. Ed è un mix di pragmatismo e idealismo, di voglia di contare e di insofferenza per la società (e la scuola) divisa. «Non favorisce – osserva Alessandro Farina -, un apprendimento soddisfacente della seconda lingua, che è il presupposto numero uno per integrarsi con l’altro gruppo». Non vogliono la rivoluzione ma semplicemente un’opportunità in più da affiancare alle altre. Johannes Weibl, quinta scientifico al Torricelli: «Se dopo 13 anni di scuola dell’obbligo non si impara il tedesco, deve esserci qualcosa che non funziona. Vediamo perché».
Dalla platea li ascoltano diversi esponenti politici (una nutrita pattuglia di Verdi e Alessandro Urzì di An), docenti, sindacalisti. C’è anche Kurt Egger, frate cappuccino, professore ad Innsbruck, e fratello del vescovo. Una presenza pesante. Poi tocca agli invitati, esperti di didattica e giurisprudenza. Intellettuali critici come Siegfried Baur, Francesco Palermo, Andrea Felis e don Paolo Renner, il secondo bersaglio di Brugger.
Baur attacca la scuola altoatesina: «Le sperimentazioni nelle monolingui sono una cosa positiva, ma riguardano solo una minoranza di studenti fortunati, concentrati nelle grandi città. Il resto del territorio ne è escluso». E Palermo: «Il sistema delle scuole rigidamente separate è dannoso e paradossale: iscrivere i propri figli nelle scuole dell’altro gruppo per fargli imparere il tedesco o l’italiano porta all’assimilazione. Senza contare che il rischio è la creazione di elite bilingui (dominanti) contrapposte a masse monolingui emarginate dall’esercizio del potere». Palermo scardina anche il presunto monolitismo dell’articolo 19. «Non vieta la scuola bilingue. Tutto quello che porta ad una moltiplicazione dei diritti è un arricchimento e non un impoverimento della tutela della minoranza». I ragazzi ascoltano. Alla fine elaborano un documento: «Il monolinguismo – scrivono – è curabile. Disprezzare la possibilità di imparare due o tre lingue in un contesto di pluralità linguistica è un atteggiamento suicida».
Nel tardo pomeriggo Brugger ammorbidisce i toni: «Non ho mai detto che il loro parere non conta».
(7) Da “Südtiroler Nachrichten” – Juli/August 2002
Sprachverwirrungen von Elisabeth Höglinger
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La discussione prosegue sulla piattaforma web
“Mehrsprachigkeit-Plurilinguismo-Plurilinguism”




